Kein Haus am Dom

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Die Demo: Ein voller Erfolg 25.4.2015

Etwa 450* Teilnehmer zeigen ihren Unmut

Ein voller Erfolg war unsere Demo, gestern am 25.4.2015

Die Demo am Samstag 25.04. vom Ludwigsplatz durch die Fußgängerzone zum Domplatz mit dortiger Abschlusskundgebung war für Wormser Verhältnisse sehr erfolgreich. Wie bei der ersten Demo kamen mehr Menschen als erwartet, diesmal rund 400 (Polizeiangabe während des Zuges ca. 400, später offiziell ca. 300, Zählung Ambrosius während des Zuges: ca. 450). Und erneut gelang es, den Dom zu "umarmen".

Mit Trommeln, Geläut und der Forderung "Freier Blick zum Wormer Dom" ging es zunächst durch die Kämmererstraße. Den Verantwortlichen für die Zerstörung des freien Blicks wurde dabei mehrfach die Rote Karte gezeigt. Sehr beeindruckend war am Domplatz die Rede von Mechthild Vogel vom Weinhaus Weis. Herr RA Möller-Meinecke sprach zur juristischen Problematik und Herr Sürder, der dem CDU-Fraktionszwang getrotzt hatte, übte massive Kritik an einem überteuerten Haus direkt vor dem Dom. Gary Mazzaroppi sang mit seiner starken Stimme passende Songs.

Am Montag 4. Mai 19 Uhr findet mit Aktiven und Unterstützern eine "Demo-Nachlese" im Cafe Pinel statt. 

Foto Demo April 2015

 Hier die bewegende Rede von Mechtild Vogel, die sie auf der Abschlusskundgebung hielt:

Ein letztes Zeichen setzen, ein letztes Mal zeigen, dass der Widerstand gegen das Haus am Dom ungebrochen ist – das war die Intention für diese heutige Demonstration. Die Menschen nochmals zu motivieren war deutlich schwieriger als beim ersten Mal. Wie oft haben wir gehört: „Was soll das noch bringen? Die bauen doch sowieso! Das macht doch alles keinen Sinn mehr!“

Umso schöner und beeindruckender ist es, dass doch noch so viele teilgenommen haben. Und ja, es macht auch Sinn! Den Verantwortlichen der Domverbauung wird einmal mehr gezeigt: „Wir, die Mehrheit der Wormser Bürger, sind massiv gegen den geplanten Bau an dieser Stelle!“ Zeitgenössische Architektur gerne, aber nicht press an der Nikolauskapelle!

Mag der rechtliche Sieg auch auf Seiten der Kirche und ihren Vertretern liegen, moralisch sieht es anders aus! Fakt ist, dass die Gemeinderäte von Dom und Sankt Martin mit Unterstützung unseres Stadtoberhauptes einen Riesenverlust für beide Kirchengemeinden eingefahren haben: an Akzeptanz, an Unterstützung und vor allem an Sympathie! Die Zahl der Kirchenaustritte in den letzten beiden Jahren und der Rückgang der finanziellen Unterstützung für die beiden Fördervereine  sprechen für sich.

Und das, weil einige wenige Personen (lassen sie es im Kern etwa 15 Leute sein) – beseelt vom Glauben an die katholische Kirche und dem noch stärkeren Glauben an sich selbst - ein Bauwerk verantworten, das im Vorfeld den Widerstand von mehr als 17.000 Wormsern hervorgerufen hat. Einen Widerstand wie ihn diese Stadt noch nie erlebt hat. Und auch und gerade innerhalb der betroffenen Gemeinden gehen die Meinungen sehr weit auseinander, weswegen auch die direkte Gemeindebefragung seitens der Verantwortlichen streng vermieden wurde.

Somit hat die Katholische Kirche einmal mehr bewiesen, wie selbstgerecht und absolutistisch ihr Denken und Handeln ist - und das im Jahr zwei nach dem Skandal von Limburg!

Die Domgemeinde argumentiert unter anderem, dass eine „lebendige Gemeinde“ ein passendes Gemeindehaus brauche. Abgesehen davon, dass schon zwei Gemeindehäuser existieren, stellt sich die Frage, wie so ein Gemeindeleben unter Ausschluss der breiten Wormser Öffentlichkeit aussieht. Denn die Wormser können durchaus nachtragend sein und stimmen bekanntlich mit den Füßen ab.

Propst Schäfer hat geäußert, man wolle den Besuchern des Domes, vor allem auch den Touristen in diesem Gebäude gerne seelsorgerische Betreuung anbieten. Das ist – genau wie die gesamte Argumentationskette – fernab jeder Realität, da Worms für die Schiffs- und Bustouristen nach wie vor nur Durchgangsstation ist. Neben einem schnellen Toilettenbesuch im Café des Gemeindehauses wird es also nur „Seelsorge to go“ geben.

Und die seelsorgebedürftigen Wormser brauchen für den geistlichen Rat garantiert kein fast 20 Meter hohes Haus direkt vor der Nikolauskapelle. Im Gegenteil!

Lieber Propst Schäfer: 17.000 Wormser Seelen sorgen sich um ihren Dom. Die könnten Sie mit ein paar Metern Entgegenkommen glücklich machen und dieser Sorge entheben. Aber Sie und ihre Mitstreiter wollen und können, oder sollte ich besser sagen „dürfen“ ihre Meinung wohl nicht mehr ändern, weil alles schon zu weit vorangetrieben wurde.

Ich bin mir sehr sicher, dass das große Heulen und Zähneklappern erst noch kommen wird. Und zwar dann, wenn auch dem letzten Befürworter klar geworden ist, wie riesig dieses Haus in seiner Dimension ist und letztendlich auch teuer in der finanziellen und personellen Unterhaltung ist.

Aber dann ist es halt zu spät, und der wunderschöne Anblick des Wormser Domes fällt der Selbstherrlichkeit, den Allmachtsphantasien und vielleicht auch der Geschäftstüchtigkeit einiger weniger zum Opfer. Schade!

Liebe Anwesende – wir haben alles Erdenkliche getan, um dieses Schicksal vom Wormser Dom abzuwenden – leider erfolglos. Eines ist aber gewiss: Wir können auf das Geleistete stolz sein und mehr konnten wir als David gegen Goliath nicht tun! Und wir haben aus unseren Herzen keine Mördergrube gemacht, was man von vielen Wormser Lokalpolitikern nicht behaupten kann.

Abschließend folgendes: die Verantwortlichen dieses Bauwerks müssen sich zeitlebens fragen lassen, warum sie sich so kompromisslos gegen den Willen der Wormser Bürgerschaft gestellt haben. Ich wollte keiner von ihnen sein!

Danke für die Aufmerksamkeit und alles Gute für Sie alle!

 

Foto Demo April 2015

Foto Demo April 2015

Raimund Sürder, CDU, gab bei der Kundgebung interessante informationen betreffs der Finanzen:

Die Verantwortlichen haben die Finanzierung bis heute nicht veröffentlicht.

Das 'Haus am Dom' soll nach Angabe der Verantwortlichen 4,5 Mio € kosten - ohne Außenanlage und ohne die notwendige Inneneinrichtung! Gleichzeitig ist aber die Sanierung des Liobahauses notwendig, die laut Kardinal Lehmann rund 2,5 Mio € verschlingen dürfte.

Somit kommt es zu einer Gesamtsumme von insgesamt mind 7 Mio €.

Die Posten hätten damit deutlich über der Summe von 5 Mio € gelegen, ab der Bauvorhaben dem Vatikan angezeigt werden müssen (lt Aussage von Erzbischof Zollitsch sowie lt. TAZ).

Um das zu umgehen nimmt die Leitung der Domgemeinde eine Splittung vor in 4 Einzelpakete: Sanierung des Liobahaus, Neubau am Dom, notwendige Inneneinrichtung sowie die Außenanlagen!
Hier haben die Verantwortlichen wohl von Bischof van Elst aus Limburg gelernt
.

Mit diesem Geld könnten viele soziale Projekte angestoßen und viele Probleme sozialer Art gelöst werden. Ich bitte dringend die Verantwortlichen der Domgemeinde und auch den Diözesanbaumeister, von diesem Bau Abstand zu nehmen.

Foto Demo April 2015

Foto Demo April 2015Foto Demo April 2015

 

Foto Demo April 2015

 

Foto Demo April 2015

 

Foto Demo April 2015

 

Mechthild Vogel hält eine bewegende Rede.

Foto Demo April 2015

Rechtsanwalt Matthias Möller-Meinecke klärt über die rechtliche Lage auf.

Foto Demo April 2015

 
Garry Mazzaroppi macht Stimmung.

Foto Demo April 2015

*Polizeiangabe während des Zuges ca. 400, später offiziell ca. 300, Zählung Ambrosius während des Zuges: ca. 450


Im Nibelungenkurier vom 02.05. wird die Demo zutreffend geschildert und zusätzliche Infos gegeben.

Hier gibt es ein Video zur Demo.

 

 

News 1

Haus am Dom: Mahnwachen gehen weiter!

Für
Sonntag 6. August, 18 Uhr
lädt der Bürgerverein Dom-Umfeld wieder zur Mahnwache vor dem Dom ein

Die Treffen finden regelmäßig jeden 1. Sonntag im Monat um 18 Uhr statt: Um zu mahnen, dass das Haus am Dom gegen den Willen der Bürgerschaft gebaut und so der FREIE BLICK ZUM DOM ZERSTÖRT wurde.
Bei den Treffen tauschen wir uns auch über das aktuelle Stadtgeschehen aus und singen zum Schluss gemeinsam das von Pfarrer Hufnagel getextete Domblicklied.

News 2

Erdwärmebohrungen beim Haus am Dom

Das Haus am Dom soll mit Erdwärme beheizt werden.  Auf Nachfrage des Bürgervereins Dom-Umfeld ergab sich, dass hierfür 19 Erdwärmebohrungen mit jeweils 20 m Tiefe vorgesehen sind. Zur Lage der Bohrungen,  zur Art des Bohrverfahrens, zum Wirkungsgrad der Anlage etc.  verweigerte Propst Schäfer Angaben. 

Mehr dazu unter Aktuelles

 

News 3

 

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