Kein Haus am Dom

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Bürgerverein klagt gegen die Ablehnung des Bürgerbegehrens 13.8.2014

 

Ende Januar startete das Bürgerbegehren „Freier Blick auf den Dom zu Worms“ und schon nach 3 Wochen war das erforderliche Quorum erreicht: Über 6.000 Wormser Bürger hatten sich mit Ihrer Unterschrift für das Bürgerbegehren ausgesprochen. So stark hat das Thema die Menschen in Worms bewegt und so wichtig war ihnen der freie Blick zum Dom.

Trotzdem wurde wegen der Hinhaltetaktik der Stadtverwaltung das Bürgerbegehren erst am 23. Juli im Stadtrat behandelt. Mit den Stimmen der Groko, der großen Koalition aus SPD und CDU, wurde das Bürgerbegehren dort abgeschmettert und für unzulässig erklärt. Und dies, obwohl die Initiatoren auf die dritte Frage des Bürgerbegehrens, die möglicherweise nach geltendem Baurecht nicht zulässig gewesen wäre, verzichtet hatten.

Der Bürgerverein klagt jetzt vor dem Verwaltungsgericht Mainz auf Zulässigkeit des Bürgerbegehrens mit den Fragen 1 und 2, also gegen diesen Stadtratsbeschluss. So die einstimmige Entscheidung des Bürgerverein-Vorstands in der gestrigen Vorstandsitzung. Er folgt damit auch dem eindeutigen Votum einer Infoveranstaltung vom 31. Juli (die Presse berichtete), wo 56 von 61 Anwesenden, also über 90 %, sich für diesen Schritt ausgesprochen hatten.

 

Damals war aber die Finanzierung noch nicht gesichert. Durch einen starken Spendeneingang konnte jetzt innerhalb von 12 Tagen jedoch die erforderliche Summe von rund 5.000 EUR aufgebracht werden. Der Bürgerverein möchte sich auch an dieser Stelle dafür ganz herzlich bei allen Unterstützern bedanken.

 

Wenn das Gericht unserer Klage stattgibt, muss sich der Stadtrat erneut mit den Fragen:

1: Aufhebung der Stadtratszustimmung zum Haus am Dom vom 18.12.2013 und 

2: Soll die Stadt Worms das städtebaulich Ziel verfolgen, die südliche Fassade des Doms durch Bauten nicht einzuschränken

beschäftigen. Wenn der Stadtrat dabei den Fragen nicht zustimmt, muss die Stadtverwaltung zu diesen Fragen einen Bürgerentscheid, d,h. also eine regelrechte Wahlabstimmung der Wormser Bürgerschaft, durchführen.

Der Bürgerverein sieht sich als Träger des Bürgerwillens, den freien Blick auf den Dom zu erhalten, also das Denkmal „Dom zu Worms“ zu schützen, und ist aufgrund seiner Satzung mit dem Vereinsziel Denkmalschutz auch dazu verpflichtet. Er sieht es als Aufgabe an, den Blick zum Gesamtpanorama der Domsüdseite und zur Nikolauskapelle mit den Westtürmen (s. beigefügtes Foto) – ausgerechnet dort soll gebaut werden – zu bewahren.

Unabhängig von der gerichtlichen Auseinandersetzung werden wir auch weiterhin in der Öffentlichkeit unsere Argumente vortragen und auf die baulichen Alternativen – Liobahaus, Kreuzgang Süd, Andreasstr. 8 – zur jetzigen blickversperrenden Planung hinweisen. Schon am kommenden Samstag 16. August werden wir uns wieder mit unserem Infostand in der Kämmererstraße zwischen Winzerbrunnen und Eingang Kaiserpassage präsentieren.

Wir hoffen nach wie vor auf Einsicht bei den Verantwortlichen: Dass der jetzige Standort gegenüber den Alternativen der schlechtere ist und von der großen Mehrheit der Bürgerschaft und Touristen abgelehnt wird.

Wer seine Fehler erkennt und korrigiert, zeigt wahre Größe. Und wird die ihm dafür zustehende Anerkennung auch erhalten.

Der Bürgerverein wird jedenfalls seine Dialogbereitschaft mit allen Beteiligten, also auch den Bistums-, Domgemeinde- und Stadtoberen und allen Mitgliedern des Stadtrates aufrechterhalten.

 

News 1

Haus am Dom: Mahnwachen gehen weiter!

Für
Sonntag 6. August, 18 Uhr
lädt der Bürgerverein Dom-Umfeld wieder zur Mahnwache vor dem Dom ein

Die Treffen finden regelmäßig jeden 1. Sonntag im Monat um 18 Uhr statt: Um zu mahnen, dass das Haus am Dom gegen den Willen der Bürgerschaft gebaut und so der FREIE BLICK ZUM DOM ZERSTÖRT wurde.
Bei den Treffen tauschen wir uns auch über das aktuelle Stadtgeschehen aus und singen zum Schluss gemeinsam das von Pfarrer Hufnagel getextete Domblicklied.

News 2

Erdwärmebohrungen beim Haus am Dom

Das Haus am Dom soll mit Erdwärme beheizt werden.  Auf Nachfrage des Bürgervereins Dom-Umfeld ergab sich, dass hierfür 19 Erdwärmebohrungen mit jeweils 20 m Tiefe vorgesehen sind. Zur Lage der Bohrungen,  zur Art des Bohrverfahrens, zum Wirkungsgrad der Anlage etc.  verweigerte Propst Schäfer Angaben. 

Mehr dazu unter Aktuelles

 

News 3

 

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