Kein Haus am Dom

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Anschreiben des Öffentlichkeits-
ausschusses 18.6.2014

Erklärung des Bürgervereins Dom-Umfeld e. V. zum Anschreiben des "Öffentlichkeitsausschusses der Pfarreien Dom St.Peter und St.Martin Worms" an die Stadtratsmitglieder und Stellungnahme von SPD und CDU


Der sog. Öffentlichkeitsausschuß der beiden Pfarreien Dom St. Peter und St. Martin behauptet in seinem Schreiben vom 26.05.2014, man sei mit dem zweiten Entwurf von Herrn Prof. Springer den "Anregungen der Wormser" nachgekommen. Wörtlich heißt es dort: "Wir sind den Anregungen der Wormser nachgekommen".

Dass dem nicht so sein kann, zeigt der anhaltende Widerstand der Wormser Bürger zur Errichtung des "Haus am Dom" direkt vor der freien Südseite vor der Nikolauskapelle. Ein Abrücken von der Nikolauskapelle von 3 auf 6 Meter und gar eine Erhöhung des Gebäudes durch das riesige Dach um weitere drei Meter ist absolut kein Entgegenkommen!

Anstatt die drei vom Bürgerverein vorgeschlagenen Alternativen zum Standort ernsthaft zu prüfen, beharrt man auf diesen Standort.

Entschiedenen Widerspruch fordert auch der zweite Teil des Schreibens: Die Schreiber bemühen "ein demokratisches Gefüge mit Gesetzen und Verordnungen" als Rahmen und Rechtfertigung ihres Handelns. Sie implizieren hiermit, dass die Gegner des Neubaus eben nicht demokratisch und rechtens vorgehen würden. Sie polemisieren damit gegen eine mögliche Bürgerbefragung, welche nicht nur vom Bürgerverein, sondern auch von der SPD (als Ersatz für den Bürgerentscheid) in deren Wahlflyer gefordert wurde. Die Verfasser des Schreibens verschweigen dabei aber, dass das vom Bürgerverein erfolgreich unternommene Bürgerbegehren mit 10 000 Unterschriften sehr wohl als Bestandteil der Gemeindeordnung dem verfassungsgemäßen Rahmen des erlaubten Handelns entspricht. Auch die anderen Aktivitäten des Bürgervereins bewegen sich selbstverständlich in vollem Umfang im Rahmen unserer demokratischen Rechtsordnung - auch, wenn den Initiatoren des Schreibens das vielleicht nicht gefällt.

Der sog. Öffentlichkeitsausschuss lehnt eine Bürgerbefragung abwertend als "Geschmacks-Abstimmung" ab und weigert sich vorab, sich dem Ergebnis einer möglichen Befragung zu unterwerfen. Damit handeln sie entgegen dem Versprechen des Generalvikars Giebelmann in dessen Brief vom 26.Feb.2013: "Wir werden nicht gegen die Bevölkerung handeln".

Die Behauptung, dass die Domgemeinde das Projekt unterstützen würde, wurde nie geprüft und eine Befragung der Domgemeindemitgliede - aus deren Reihen auch viele Protestschreiben und Unterschriften auch namhafter Gemeindemitglieder stammen - wurde nicht gewagt.

Auch die letzte Aussage des Textes, "eine so wichtige Sache" wie das Befinden über das "Haus am Dom", dürfe nicht zur "Geschmacks-Abstimmung" werden, ist schon von der Begriffsbildung her schlicht polemisch. Hier darf hier ein Urteil zu § 5 des Oberlandesgerichts Koblenz von 1993 zu der Landesbauordnung herangezogen werden, welches in ästhetischen Fragen das "Empfinden eines gebildeten Durchschnittsmenschen" und nicht das Empfinden von Experten als entscheidend für die Ablehnung oder Zustimmung für eine strittige Gebäudeerrichtung ansieht.

Folgt man diesem Gerichtsurteil, so haben die von den Initiatoren des Neubaus aufgeführten Experten in dieser Frage kein entscheidendes Gewicht. Hinzu kommt noch, dass andere Experten gegenteiliger Meinung sind: Zwei der drei führenden Zeitungen Deutschlands – die "Welt" und die "Süddeutsche Zeitung" haben sich gegen ein Haus an dieser Stelle ausgesprochen. Der Professor für Architektur Henner Hermanns der Hochschule Koblenz bezieht sich direkt auf das Bauprojekt am Wormser Dom und zeigt mit Bildbeispielen von Domen und Kathedralen, dass "gerade durch seine Alleinstellung [...] der Wormser Dom eine Art architektonischer Raumbildung" erreicht und sich nur auszeichnen kann, wenn er nicht umgrenzt und umhüllt wird. (Siehe Infos )

Die SPD hat sich in ihrem Wahlkampf-Flyer für mehr Bürgerbeteiligung und eine Bürgerbefragung zum Haus am Dom bekannt. Umso erstaunlicher ist es, dass sie nun (nur 4 Wochen nach der Wahl) die Ablehnung der Kirche zum Anlass nimmt, die Bürger nicht mehr befragen zu wollen. Stattdessen richtet sich die SPD nach dem Wunsch der Domleitungsgruppe, keine Befragung zuzulassen. Eine seltsame Vorstellung von Bürgerbeteiligung! Hier hat sich offensichtlich OB Kissel mit seiner ablehnenden Haltung zur Bürgerbeteiligung durchgesetzt. Die CDU nimmt gleichfalls eine opportunistische Haltung mit einer Rechtsbegründung ein.

Anders der Bürgerverein Dom-Umfeld: Wir wollen, dass die Bürger über eine so wichtige Entscheidung wie die Bebauung des Domhügels das entscheidende Wort haben. Wir werden weiter alles Erdenkliche tun, um dieses zu erreichen. Sollte das Ergebnis eines Bürgerentscheids oder eine Bürgerbefragung nicht den Wünschen des Bürgervereins Dom-Umfeld entsprechen, so würde der Verein das Ergebnis selbtsverständlich akzeptieren und so zum Frieden in der Stadt beitragen.U

  

News 1

Haus am Dom: Mahnwachen gehen weiter!

Für
Sonntag 6. August, 18 Uhr
lädt der Bürgerverein Dom-Umfeld wieder zur Mahnwache vor dem Dom ein

Die Treffen finden regelmäßig jeden 1. Sonntag im Monat um 18 Uhr statt: Um zu mahnen, dass das Haus am Dom gegen den Willen der Bürgerschaft gebaut und so der FREIE BLICK ZUM DOM ZERSTÖRT wurde.
Bei den Treffen tauschen wir uns auch über das aktuelle Stadtgeschehen aus und singen zum Schluss gemeinsam das von Pfarrer Hufnagel getextete Domblicklied.

News 2

Erdwärmebohrungen beim Haus am Dom

Das Haus am Dom soll mit Erdwärme beheizt werden.  Auf Nachfrage des Bürgervereins Dom-Umfeld ergab sich, dass hierfür 19 Erdwärmebohrungen mit jeweils 20 m Tiefe vorgesehen sind. Zur Lage der Bohrungen,  zur Art des Bohrverfahrens, zum Wirkungsgrad der Anlage etc.  verweigerte Propst Schäfer Angaben. 

Mehr dazu unter Aktuelles

 

News 3

 

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