Kein Haus am Dom

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Appell an Stadtrat / Korrespondenz mit Kardinal Lehmann 30.10.2014


An die Fraktionsvorsitzenden und alle Mitglieder des Wormser Stadtrats


Sehr geehrte Herren Fraktionsvorsitzende des Wormser Stadtrats,

hiermit erhalten Sie nachrichtlich die wesentlichen Teile der Korrespondenz des Bürgervereins mit Kardinal Lehmann.
Wir bitten um nachrichtliche Weiterleitung an alle Mitglieder Ihrer Fraktion.

Diese Korrespondenz ist von ganz besonderer Bedeutung, weil darin nicht pauschal sondern im Einzelnen, Punkt für Punkt, auf alle Argumente eingegangen wird:
Für und gegen das aktuell geplante 18,5 m hohe und nur 6 m vom Dom entfernte Haus am Dom,
für und gegen die von uns als mögliche Alternativen vorgeschlagenen Standorte Liobahaus, Kreuzgang Süd und Andreasstraße 8.

Wir bitten Sie deshalb um intensive Beschäftigung damit und Ihre Rückäußerung dazu.

Richtig, wichtig und ganz im Sinne von mehr Bürgerbeteiligung - die von (fast) allen Politikern laufend eingefordert wird - wäre eine öffentliche Veranstaltung im Wormser mit allen Beteiligten:
Als ausführliche ÖFFENTLICHE Darstellung des Für und Wider mit einem geeigneten Moderator, damit als wesentlicher Beitrag zur demokratischen Meinungsbildung der Bürgerschaft. Transparenz, Offenheit, Ehrlichkeit sind gefragt. Diese machen wesentlich eine Demokratie aus.
Der Bürgerverein bittet deshalb Sie und alle Fraktionsmitglieder, d.h. die gewählten Vertreter der Bürgerschaft, sich dafür einzusetzen.

Und wir bitten Sie weiterhin eindringlich, mittels Stadtratsbeschluss zu erreichen, dass endlich eine Bürgerbefragung durchgeführt wird.
Diese ist jederzeit möglich, völlig unabhängig davon, ob ein Bürgerentscheid zulässig ist oder nicht.
Die Fragestellung ist bekannt und steht klar und eindeutig im Raum: "Wollen Sie, dass das neue Gemeindehaus an einem Standort gebaut wird, der den freien Blick zum Dom bewahrt (z.B. Standort Liobahaus, Kreuzgang Süd, Andreasstraße 8)?"

Auch wenn bereits eine Baugenehmigung vorliegt: Diese bedeutet nur, dass am geplanten Standort gebaut werden darf. Sie bedeutet nicht, dass dort auch gebaut werden muss.
Noch kann man innehalten und die Folgen überdenken.
Noch kann man sagen, ich habe bei meiner bisherigen Entscheidung bislang nicht alle Aspekte berücksichtigt, war nicht ausreichend informiert.
Noch kann man sagen: Bei einem solchen Jahrhundertbauwerk muss die Bürgerschaft mit einbezogen werden.
Bitte nehmen Sie sich der Sorgen und Wünsche der Bürgerschaft an: Sie sind dafür gewählt worden.

Mit freundlichen Grüßen,
Bürgerverein Dom-Umfeld e.V. Dr. J. Eberhardt, Vorsitzender


Korrespondenz mit Kardinal Lehmann:
 

Schreiben an Herrn Kardinal Lehmann vom 14.7.2014 

Sehr geehrter Herr Kardinal Lehmann,

der Wormser Dom ist einer der berühmten drei Kaiserdome in Rheinland-Pfalz und ein Kultur-denkmal von Weltrang. Der Blick zum Südpanorama des Doms ist einzigartig und zeigt den Dom in seiner ganzen Größe und Schönheit. 

Der ehemals ebenso beeindruckende Blick zur Nordseite des Doms ist durch den Bau eines Bankgebäudes seit 40 Jahren zerstört. Umso mehr gilt es, den jetzt noch möglichen freien Blick zur Südseite zu bewahren. 

Er ist hochgradig gefährdet: Ausgerechnet die Domgemeindeleitung selbst plant ein großes neues Gemeindehaus unmittelbar vor dem Dom, in nur 6 m Entfernung. 
Und sie verweigert sich allen Argumenten und Wünschen der Wormser Bevölkerung und der Touristen und Bewunderer des Doms, den freien Blick zu erhalten. Obwohl es nur 20 m weiter, damit ebenfalls noch sehr domnah, Alternativmöglichkeiten gibt. 

Bereits 2013 hatten im Laufe des Jahres über 16.000 Menschen - notariell beglaubigt - mit ihrer Unterschrift für den Erhalt des freien Blicks votiert. 
Ein von uns im Januar 2014 initiiertes Bürgerbegehren (Text anbei) erhielt in der unglaublich kurzen Zeit von nur drei Wochen das erforderliche Quorum von über 6.000 Wormser Wahlbürgern. Mit den beigefügten Unterschriftenlisten (1100 Listen) wird dies dokumentiert. 
Inzwischen haben sogar über 10.000 Menschen für das Bürgerbegehren unterschrieben. 

Wir appellieren an Sie: Kommen Sie den Wünschen dieser vielen Freunde des Domes entgegen. Tragen Sie dafür Sorge, dass das neue Gemeindehaus den Blick zum Dom nicht beeinträchtigt. 

Denn es gibt hervorragende Alternativen zum derzeitigen Standort unmittelbar vor dem Dom, vor der Nikolauskapelle mit ihren wunderbaren Fenstern. 

  1. Die Möglichkeit eines Abrisses und Neubaus des Liobahauses war von Anfang an in der Diskussion. Die ansonsten erforderliche umfangreiche und grundlegende Renovierung des Liobahauses in Höhe von 2 Millionen € hätte man sich damit gespart. Um 2 Millionen € wäre also diese Alternative günstiger als ein neues Gemeindehaus an anderer Stelle. Herr Sürder, Kirchenmitglied und CDU-Stadtrat, plädiert deshalb vehement und mit Hinweis auf die Haltung unseres neuen Papstes Franziskus für diese Lösung.
  2. In der Alternativlösung Kreuzgang Süd ist das jetzt geplante Haus um 90° gedreht und damit den Blick zum Dom frei lassend. Da die jetzige Nutzung des Liobahauses mit einem GemeindehausNeubau entfallen würde, könnte es abgerissen und als Kindergarten-Ausgleichsfläche genutzt werden. Für das erforderliche neue Kindergartengebäude könnte der jetzige Parkplatz am Liobahaus genutzt werden oder es könnte in das neue Gemeindehaus integriert werden.
  3. Der Standort Andreasstraße 8 bietet sich insbesondere städtebaulich als Alternative an. 
    Die dortigen Mieter müssten für die anstehenden schwerwiegenden Renovierungsarbeiten ohnehin ihre Wohnung räumen. Ihnen müsste geeigneter Wohnraum angeboten werden, was in Zusammenarbeit mit der städtischen Wohnungsbau GmbH sicherlich möglich wäre. 
    Dann könnte am Standort Andreasstraße 8 ein neues Gemeindehaus errichtet werden, das bei geeigneter Architektur ein Blickfang für die Stadt- und Dombesucher wäre, bei gleichzeitig erhalten gebliebenem Gesamtblick zur Domsüdseite, dem Wunschblick der Dombesucher. Für diese Bauvariante sprechen sich z.B. Herr Lied, ehem. Stadtplaner in Landau und Herr Schandel, ehemaliger Baudezernent der Stadt Worms und Kirchen- und CDU-Mitglied aus.

Vom Bürgerverein wird derzeit eine Broschüre zu den o.g. Alternativstandorten erarbeitet. Diese geht Ihnen nach Fertigstellung alsbald zu. In der Broschüre wird ausführlich und mit Planzeichnungen auf die verschiedenen Standorte eingegangen. 

Sehr geehrter Herr Kardinal Lehmann, bitte setzen Sie sich mit Ihrer Bauabteilung und der Wormser Domgemeindeleitung noch einmal zusammen und prüfen Sie unvoreingenommen die o.g. Alternativlösungen. Schenken Sie den Menschen in Worms Gehör, bleiben Sie nah am Menschen. 
Eine Entscheidung für eine dieser Alternativen würde den derzeitigen Unfrieden in der Stadt sofort beenden. Wir hoffen auf Sie. 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Josef Eberhardt
Vorsitzender Bürgerverein Dom-Umfeld e.V.

Das Anschreiben an den Kardinal vom 14.7.2014 als PDF


Antwortschreiben von Herrn Kardinal Lehmann vom 14.8.2014 (Eingang 26.8.2014)

Liegt leider nur als PDF vor.

 


Schreiben an Herrn Kardinal Lehmann vom 29.9.2014

Sehr geehrter Herr Kardinal Lehmann,

mit Schreiben vom 29.06., 08.07., 14.07. (Petition) und schließlich 15.08.2014 hatten wir uns an Sie gewandt. 
Mit Schreiben vom 10.07. haben Sie auf unser Schreiben vom 29.06. und mit Schreiben vom 14.08. auf unsere Petition geantwortet. 

Ihr ausführliches Antwortschreiben vom 14.08.2014 mit 3-seitiger Stellungnahme zu möglichen baulichen Alternativen, für das wir uns hier ausdrücklich bedanken möchten, hat uns am 26.08.2014 erreicht. 
Es kam dabei zu einer Überschneidung mit unserem Antwortschreiben vom 15.08.2014.  
Wie von Ihnen gewünscht, wird Ihr Antwortschreiben zu unserer Petition zusammen mit unserer heutigen Stellungnahme allen Adressaten der damaligen Petition übermittelt. 

Nachstehend setzen wir uns eingehend mit Ihren Bedenken (Ihr Schreiben vom 14.08.) gegen mögliche Alternativ-Standorte auseinander. Wir möchten, mit der Bitte um Weiterleitung an Ihre verantwortlichen Mitarbeiter, unsere Argumente gegen die Errichtung eines Gemeindehauses unmittelbar vor dem Dom erläutern und die von uns vorgeschlagenen Alternativen ausführlicher begründen als bisher. Leider fanden wir bisher keine offenen Türen bei Ihren Mitarbeitern, diese Argumente in einer 
Gesprächsrunde zu diskutieren.

Ergänzend zum Text haben wir Bilder und Lageübersichten beigefügt, z.B. Anl. 1: Blick zum Dom mit Nikolauskapelle und Westchor. Auf Seite 9 sind alle Anlagen aufgelistet. Damit sollen die Gründe für ein Haus am Dom an einem alternativen Standort verdeutlicht werden, denn "ein Bild sagt mehr als tausend Worte". 

Sehr geehrter Herr Kardinal Lehmann,

nach unserer Meinung und der Meinung der großen Mehrheit der Wormser Bürgerschaft ist der jetzige Standort falsch, weil zu nah am Dom stehend, und sind deshalb Alternativen erforderlich. 

Auch die alternativen Standorte haben Nachteile. Sie wiegen aber bei weitem nicht so
schwer, wie der Verlust des freien Blicks zum Dom und die damit verbundene Ablehnung der Bevölkerung gegen Ihre jetzige Planung. 

Wir bitten Sie inständig: Veranlassen Sie zusammen mit dem neuen Dompropst Tobias Schäfer eine baldige Prüfung der möglichen baulichen Alternativen und beziehen Sie uns in diese Diskussion ein. 

Damit würden Sie auch unserem neuen Dompropst Vertrauen und Anerkennung der Bevölkerung schaffen, wäre die katholische Kirche in Worms nah am Menschen, würden Sie die Herzen der Menschen für ein neues Gemeindehaus gewinnen. 

Wir hoffen auf Sie.
Bitte geben Sie uns ein entsprechendes Signal!
Wir sind zum Dialog bereit.

Dr. Josef Eberhardt 
Vorsitzender Bürgerverein Dom-Umfeld e.V.


nachrichtlich 
Pfarrgemeinden in Worms und Umgebung
Politische Vertreter des Landes Rheinland-Pfalz und der Stadt Worms
Frau Brigitte Hammel, Wormser Katholiken für den freien Blick zum Dom
Herrn Dr. Rauch, Vorsitzender des Dombauvereins in Worms
ggf. weitere

Hinweis
Es folgen 7 Seiten Text mit Argumentation und 18 Anlagen mit dem Titel: "Mögliche Alternativen zur derzeitigen Planung und Stellungnahme zu den von der Kirche vorgetragenen "10 Gründen für das Haus am Dom in Worms""
Diese Argumentation mit den Anlagen ist zu finden unter "Infos"

Das komplette Schreiben an den Kardinal vom 29.9.2014 als PDF

 

 

News 1

Haus am Dom: Mahnwachen gehen weiter!

Für
Sonntag 6. August, 18 Uhr
lädt der Bürgerverein Dom-Umfeld wieder zur Mahnwache vor dem Dom ein

Die Treffen finden regelmäßig jeden 1. Sonntag im Monat um 18 Uhr statt: Um zu mahnen, dass das Haus am Dom gegen den Willen der Bürgerschaft gebaut und so der FREIE BLICK ZUM DOM ZERSTÖRT wurde.
Bei den Treffen tauschen wir uns auch über das aktuelle Stadtgeschehen aus und singen zum Schluss gemeinsam das von Pfarrer Hufnagel getextete Domblicklied.

News 2

Erdwärmebohrungen beim Haus am Dom

Das Haus am Dom soll mit Erdwärme beheizt werden.  Auf Nachfrage des Bürgervereins Dom-Umfeld ergab sich, dass hierfür 19 Erdwärmebohrungen mit jeweils 20 m Tiefe vorgesehen sind. Zur Lage der Bohrungen,  zur Art des Bohrverfahrens, zum Wirkungsgrad der Anlage etc.  verweigerte Propst Schäfer Angaben. 

Mehr dazu unter Aktuelles

 

News 3

 

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